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Begleithunde-Ausbildung

 


 


 

Auszüge aus der Prüfungsordnung

gültig ab 01.01.2020

 


Allgemeine Bestimmungen für BHP und BHPS

 

Unsere heutige Umwelt fordert den sozialverträgichen, wesensstarken und doch leichtführigen Begleithund. Der aggressive Hund ist nicht erwünscht.

Wir verlangen neben dem Gehorsam, Sicherheit im Straßenverkehr und Gelassenheit gegenüber Artgenossen und Menschen.

1. Die Begleithundeprüfung soll die Ausbildung des Hundes als gehorsamen Jagd-, Famiien- und Begleithund nachweisen.

2. Die Prüfung kann überal auf geeignetem Gelände über das ganze Jahr hinweg durchgeführt werden.

3. Bei jeder Änderung im Bewegungsablauf des Hundes darf der Hundeführer das dazugehörige Kommando geben.

4. Die gezeigten Leistungen der DTK-Hunde werden zuchtbuchmäßig erfasst.

5. Alle Hunde erhalten nach bestandener Prüfung einen Begleithundepass.

6. Wiederholungen sind möglich.

7. Nur bestandene Prüfungen und Bewertungen werden in die Ahnentafel des Teckels eingetragen.

8. Der Hund, der ein Teilgebiet innerhalb der BHP 1 bis 3 nicht bestanden hat, hat die jeweilige Einzelprüfung nicht bestanden.

9. Sofern die PO von "frei" spricht, ist der Hund ohne Leine zu führen, wobe eine Halsung erlaubt ist. Leckerli sind während der einzelnen Prüfungsteile nicht erlaubt. Der Hund darf jedoch nach abgeschlossenem Prüfungsteil auch mit Leckerli gelobt werden.

 


1. Gehorsam (BHP 1)

 

1.1 Führigkeit
Der Hund folgt seinem Hundeführer (HF) an der vorher bezeichneten Seite, angeleint, ohne an der Leine zu ziehen. Es müssen Hindernisse gewandt überwunden werden.
Die Führigkeit lässt sich prüfen, indem der Hundeführer mit dem nicht zu kurz angeleinten Hund Bäume oder Pfosten umgeht. Anschließend geht er ca. 30 m frei bei Fuß. Dann geht er angeleint kreuz und quer durch eine Menschenansammlung (mindestens sechs Personen, einige davon mit Hund). Danach bleibt der Hund am Fuß des Hundeführers stehen oder sitzen.
Die gesamte Arbeit kann vom Hundeführer frei durchgeführt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1.2 Folgsamkeit
Der Hundeführer (HF) schnallt den Hund auf Anweisung und lässt ihn einige Zeit frei laufen (Entfernung ca. 30 - 50 m). Trennt sich der Hund nicht vom Hundeführer, geht dieser auf Anweisung des Richters mit dem freilaufenden Hund zu einem markierten Punkt in ca. 50 m Entfernung. Der Hund bleibt sitzen und der Hundeführer kommt zum Ausgangspunkt zurück. Anschließend ruft er den Hund zu sich heran.
Das Hereinkommen des Hundes kann mit und ohne Halt gezeigt werden. Der Hundeführer  hat vorher anzusagen, welche Variante er wählt.
Ohne Halt - auf Hör- oder Sichtzeichen hat der Hund zügig zu seinem Hundeführer zu kommen und sich von diesem nicht mehr zu entfernen.
Mit Halt - Der hereinkommende Hund soll ca. 20 m vor seinem Hundeführer auf Hör- oder Sichtzeichen Halt machen und wird dort abgeholt.

 

 

1.3 Ablegen
Die Hunde sind an einer freien Stelle mit genügend Überblick in Gruppen bis zu vier Hunden zu prüfen.
Die Hunde werden im Abstand von ca. 10 m nebeneinander frei oder angeleint abgelegt. Sie können auf einer persönlichen Unterlage Platz nehmen. Der HF entfernt sich ca. 50 m. Sichtverbindung darf bestehen. Die Hunde dürfen den Kopf hochheben oder sich setzen, jedoch den Platz nicht weiter als max. einen Meter verlassen.
Während der Ablegezeit geht der Prüfungsleiter oder ein Helfer mit einem angeleinten, nicht an der Prüfung teilnehmenden Hund, in einer Entfernung von ca. 5 Metern an den abgelegten Hunden vorbei.
Ablegedauer 5 Minuten.

 

 

 

1.4 Verhalten bei Geräuschen
Zur Prüfung des Verhaltens bei Geräuschen bewegt sich der Hund frei von der Leine, mindestens 10 m vom HF entfernt, im Gelände. Ein Helfer schlägt kräftig mit einem Metallhammer gegen ein hängendes Stahlrohr.

Hunde, die Angstreaktionen zeigen, sind nach 30 Minuten nochmals zu prüfen. Reißen sie auf den Lärm hin aus oder suchen sie sich zu verkriechen, haben sie die BHP1 nicht bestanden.

 

 

 

1.5 Verhalten gegenüber Menschen
Zur Prüfung des Verhaltens gegenüber Menschen legt der HF seinen Hund frei bei Fuß ab und verharrt mit ihm zusammen an einem Punkt. Mindestens 6 Menschen bewegen sich sternförmig bis unmittelbar auf HF und Hund zu. Sie gehen langsam ohne Drohgebärden. Sie entfernen sich wieder und gehen zum zweiten Mal schnell, energisch und unter Händeklatschen auf den HF und seinen Hund zu. Der Hund soll sich Menschen gegenüber ruhig und gelassen zeigen. Der Hund darf den Kreis verlassen ohne Fluchtreaktionen zu zeigen.

 

 

 

1.6 Verhalten im Straßenverkehr
Zur Prüfung des Verhaltens im Straßenverkehr geht der HF mit seinem Hund an lose hängender Leine auf dem Gehweg einer normal befahrenen Straße. Ein Radfahrer überholt in geringem Abstand mit Klingelzeichen den HF und seinen Hund. Ein Fußgänger kommt dem HF entgegen und spannt in Höhe des Hundes einen Regenschirm auf. Er fragt den HF etwas anhand einer mitgeführten Zeitung.

Auf Anweisung des Prüfungsleiters überquert der HF mit seinem angeleinten Hund die Straße. Vor dem Überqueren muss der Hund deutlich anhalten oder sich setzen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite geht der HF mit dem Hund wieder zurück und überquert die Straße zum zweiten Mal.

Der öffentliche Verkehr darf nicht behindert werden.
Den Fußgängern und dem Fahrverkehr gegenüber soll sich der Hund gelassen und ruhig verhalten, er soll seinem HF aufmerksam und willig folgen.

 

 


 

 

2. Hundeführersuche und Warten (BHP 2)

 

2.1 Hundeführersuche
Unsere Hunde haben von Natur aus einen ausgeprägten Spur- und Finderwillen. Es gehört daher zu ihren bevorzugten und besonders beliebten Arbeitsaufgaben Spuren und Fährten auszuarbeiten. Besonders bereitwillig und freudig suchen sie ihren HF oder ihre HF'in. Zur Prüfung der Hundeführersuche geht der HF zusammen mit einem Helfer im offenen Gelände oder in einem Altholzbestand ca. 300 m mit zwei rechtwinkligen Haken. Beide haben sich ruhig zu verhalten. Der zu prüfende Hund wird von einem Helfer gehalten und darf die sich entfernenden Personen nicht beobachten.
Unmittelbar danach wird der Hund vom Richter am Spurbeginn angesetzt. Der Hund hat die Fährte frei und zügig auszuarbeiten und muss seinen Hundeführer finden.

Der Richter darf den Hund höchstens dreimal am Spurbeginn neu ansetzen.

Jeder zu prüfende Hund hat eine frische Spur zu arbeiten. Der Abstand zwischen den einzelnen Spuren sollte mindestens 100 m betragen.

 

 

2.2 Warten
Der Hund muss auch einmal vor einem Gebäude, in das er nicht hinein darf, warten. Dazu ist er vor dem Gebäude in der Nähe des Eingangs anzuleinen. Der HF begibt sich in das Gebäude ausser Sicht des Hundes. Der Hund hat fünf Minuten unter Ablenkung durch Helfer ruhig auf seinem Platz zu warten.
Folgende Ablenkungen sind zu prüfen:
1. Jogger
2. Radfahrer
3. Mensch mit Hund.

Zeigt er aggressives Verhalten, gibt er Laut, winselt ständig oder zerrt an der Leine, so hat er die BHP2 nicht bestanden.

 

 


 

3. Wasserfreude (BHP 3)


 

Wasserfreude
Der überwiegende Teil unserer Hunde zeigt eine ausgeprägte Freude am und im Wasser. Dies ist ein zusätzlicher Hinweis auf die Wesensfestigkeit des Hundes.

Zur Prüfung der Wasserfreude wird ein beliebiger schwimmfähiger Gegenstand vom HF mindestens 6-8 m weit in tiefes, stehendes Wasser geworfen. Der Hund soll freiwillig den Gegenstand bis zum Ufer holen. Die einmalige Wiederholung und Zuspruch durch den HF sind gestattet.

 


 

 

Der Veranstalter übernimmt keinerlei Haftung für Schäden jeglicher Form.
Die Teilnahme an allen Aktivitäten und Veranstaltungen erfolgt auf eigene Gefahr. 
Dies gilt auch für Zuschauer.


Deutscher Teckelklub Gruppe Oldenburg e.V.; VR 1788